Kämpfende Amazone

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3D-Modelle

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Diese Bronzeplastik zeigt eine Amazone im verzweifelten Kampf mit einem Panther, der seine Krallen in den Hals ihres Pferdes geschlagen hat. Das etwa 55 cm hohe Modell wurde vom oberschlesischen Bildhauer August Kiss (1802–1865) als verkleinerte Version seiner berühmten monumentalen Gruppe vor dem Alten Museum in Berlin (1842) geschaffen.

August Kiss, ein Schüler von Christian Daniel Rauch, arbeitete ab 1837 an der Komposition „Amazonin zu Pferd“. Sie wurde zu seinem künstlerischen Durchbruch und zählt zu den Hauptwerken der Berliner Bildhauerschule. Die überlebensgroße Bronzeskulpturengruppe wurde 1842 vor dem Alten Museum in Berlin aufgestellt und zeigt den dramatischen Höhepunkt des Kampfes zwischen der Amazone, dem Pferd und dem Panther.

Das hier gezeigte Modell gehört zu den verkleinerten Versionen, mit denen Kiss seine Komposition ausarbeitete und verbreitete. Solche verkleinerten Modelle dienten sowohl der künstlerischen Ausarbeitung als auch der Rezeption des Werks in kleinerem Format. Die spannungsgeladene Drehbewegung der Gruppe sowie die kontrastreiche Darstellung von Mensch, Tier und Fell kommen hier bereits voll zur Geltung und nehmen unmittelbar Bezug auf die monumentale Ausführung in Berlin. Der Speer der Amazone ist jedoch verloren gegangen.

Dank dieser dynamischen Gruppe erlangte Kiss große Anerkennung; der Amazonin in Berlin wurde später der „Löwenkämpfer“ von Albert Wolff gegenübergestellt, sodass beide Werke bis heute die Treppe des Museums flankieren.

Ein weiteres bedeutendes Werk von August Kiss war das Reiterdenkmal für Friedrich den Großen am Ring in Breslau.