Sechskantflasche
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RARITÄT DER BUNZLAUER KERAMIK
Bei dieser Trinkflasche handelt es sich um eine Rarität der Bunzlauer Keramik. Schraubflaschen, auch Kruken genannt, waren vor allem im 17. und 18. Jahrhundert beliebt. Sie wurden aus Gold und Silber, Zinn oder Keramik hergestellt. Die Bunzlauer Töpfer verzierten die braun glasierten Gefäße gern mit weißen Auflagen, hier in Form kleiner Pflanzen und Sterne.
An vielen Orten Schlesiens arbeiteten Töpfer vor allem für den lokalen Bedarf. Im Umkreis der Stadt Bunzlau jedoch, im Flussgebiet von Bober und Queis, kamen hochwertige Tone in so großem Ausmaß vor, dass sie eine Produktion für den überregionalen Markt erlaubten.
Schon seit dem ausgehenden Spätmittelalter stellten die Töpferwerkstätten in der Region hochgebrannte Gebrauchskeramik her. Die braune Lehmglasur diente dazu, die feuerfesten Steinzeuggefäße zusätzlich abzudichten. Sie bildete den Untergrund für die aus weißem Ton aufgelegten und häufig nochmals glasierten Schmuckelemente. Die Töpfer nutzen dafür die Formen von Blättern, Blüten, Tieren, menschlichen Figuren oder religiösen Motiven, die meist der Dekoration dienten. Ein inhaltliches Programm ist selten zu erkennen.
Braune Lehmglasur mit weißen Schmuckauflagen – das war jahrhundertelang das Kennzeichen der Bunzlauer Keramik. Für edlere Produkte wurde zuweilen auch die teurere blaue Kobaltglasur verwendet.